Datenschutz – gesetzlich vorgeschrieben und dennoch in der Praxis häufig vernachlässigt - Datenschutzblog

Beim Thema Datenschutz denken viele zunächst ausschließlich an Internetkriminalität. Dass Datendiebstahl aber nicht nur im Internet eine ständig drohende Gefahr darstellt, bestätigt eine aktuelle Datenschutz-Studie, die im Auftrag des Büromaschinen- und Computerzubehörherstellers Fellowes durchgeführt wurde. Die Studie zeigt, dass Unternehmen und Privatpersonen noch immer nicht auf eine sorgfältige Entsorgung ihrer vertraulichen Papierunterlagen achten. Der Gesetzgeber hat beispielsweise mit dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) bereits Maßnahmen gegen potenziellen Datenmissbrauch eingeleitet. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig, dass die rechtlichen Vorgaben oftmals nicht eingehalten werden oder es den in Unternehmen mit Datenschutz betrauten Personen an Problembewusstsein und Wissen mangelt.

Dass das Bewusstsein für die Gefahr des Identitätsbetrugs bei den meisten nur bedingt ausgeprägt ist, beweist eine Umfrage in Großbritannien. Die Ergebnisse zeigen, dass die Befragten eher befürchten, Opfer von Internetkriminalität zu werden als von „traditionellen“ Straftaten wie Einbrüchen, bei denen beispielsweise vertrauliche Dokumente entwendet werden können. Natürlich ist Online-Kriminalität ein Thema, das sich Internetnutzer – gerade im Hinblick auf möglichen Identitätsbetrug – bewusst machen müssen, allerdings dürfen dabei Offline-Gefahren nicht vergessen werden: Denn unzerkleinerte Kontoauszüge, Zahlungsbelege oder ausgedruckte Kreditkartenabrechnungen im Papiermüll eröffnen Betrügern nahezu dieselben Handlungsspielräume wie unzureichend geschützte Passwörter. So können Betrüger mit dem Namen und den dazugehörigen Kontodaten einer Person unter deren Namen Bestellungen im Internet vornehmen, Reisen buchen oder gar Konten eröffnen.

Zahlreiche Fundstücke im Altpapier

Dass die Gefahren im Umgang mit Printdokumenten nach wie vor unterschätzt werden, zeigt eine im Auftrag von Fellowes durchgeführte Bin Raiding-Studie, in deren Rahmen im Herbst 2006 das Altpapier von 1.135 Privat- und 869 gewerblichen Haushalten nach vertraulichen Informationen durchsucht wurde. Bei der Auswertung der Daten fand die Universität Freiburg zahlreiche Dokumente mit personenbezogenen Identitäts-, Finanz- und Geschäftsdaten vor und konnte in etlichen Fällen sogar nahezu vollständige Datenprofile real existierender Personen rekonstruieren. Dies war möglich, weil in einer Reihe von Fällen mehrere Dokumente von ein und derselben Person in der Tonne gelandet waren, wie beispielsweise Dokumente mit Unterschrift, Geburtsdatum und weiteren vertraulichen Informationen wie Kontodaten. Via: www.securitymanager.de
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