Die fiesen Tricks der MySpace-Nachahmer - Datenschutzblog

Mit perfiden Methoden versuchen Neulinge in der Web 2.0-Welt an Mitglieder zu kommen. Sie spähen Mail-Kontakte neuer Mitglieder aus oder erlauben es, Profile über ahnungslose Bekannte anzulegen. So wollen manche Firmen an Privat-Daten kommen, um Werbung zu personalisieren.

Paul ist faul, langweilig und ein Saubär. So steht es auf seiner Seite bei Yahoos neuem sozialen Netzwerk Mash. Nur hat Paul die Angaben nie gemacht, er ist nicht mit einmal Mitglied bei Mash. Er hat nur einen Bekannten, der ihn etwas ärgern wollte. Das macht Mash sehr leicht: Jeder Insider kann mit ein paar Klicks Profile für jedermann einrichten. Man kann sich austoben, muss aber eine E-Mail-Adresse des so Dargestellten angeben.

Der so zwangsrekrutierte Kontakt bekommt eine E-Mail von Mash: Jemand habe ein Profil eingerichtet, man solle es doch mal prüfen. Und dann der ironische Schlusskommentar: "Es ist gut, geliebt zu werden!" Natürlich wird da jeder neugierig, was Bekannte über einen geschrieben haben. Und wer dann ein Profil wie das von Paul entdeckt, wird sofort an der Klarstellung arbeiten - und so den Traffic bei Yahoos neuem soziales Netzwerk befeuern.

Klicks dank Fummeleien an Profilen anderer - dass das der Plan ist, beschreibt Chefentwickler Will Aldrich im Begrüßungseintrag des Mash-Blogs. Das Angebot unterscheide sich von anderen dadurch, dass man Profile für andere anlegen, sie sogar nachträglich verändern könne - eine Freigabe vorausgesetzt. Diese neue Vermarktungsstrategie von Yahoo Mash ist deutlich aggressiver als die bisheriger Angebote des Konzerns - eine Folge des immer härter werdenden Kampfs um Aufmerksamkeit und Marktanteile im Mitmachnetz. Via: gmx.de

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Größte Demonstration für Demokratie und Bürgerrechte seit 20 Jahren - Datenschutzblog

Pressemitteilung des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung vom 25.09.2007:

"Wenn 15.000 Menschen für mehr Demokratie und weniger Sicherheitswahn protestieren, ist dies ein Riesenerfolg", so Ricardo Cristof Remmert-Fontes vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung über die Demonstration am 22.09.2007, die unter dem Motto "Freiheit statt Angst" stattfand. Wie die Polizei bestätigte, hatten sich mehr als 15.000 Menschen in Berlin versammelt, um sich gegen die stetige Aushöhlung der Bürgerrechte und des Datenschutzes auszusprechen. Via: www.vorratsdatenspeicherung.de

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Datenschutz bei Online-Bewerbungen - Bewerbungen ueber das Internet

Online-Bewerbungsbögen sind ohne Datensicherheitsmaßnahmen nicht geschützt und können insoweit mit dem nötigen Know-how weltweit eingesehen und vielfältig ausgewertet werden, ohne dass die Betroffenen davon Kenntnis erhalten.

Daher hat die speichernde bzw. verantwortliche Stelle, also der potentielle Arbeitgeber, dafür zu sorgen, dass die Anforderungen des § 9 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) erfüllt werden. Insbesondere sind folgende Maßnahmen zu treffen, die geeignet sind

  • zu gewährleisten, dass personenbezogene Daten bei der elektronischen Übertragung oder während ihres Transports oder ihrer Speicherung auf Datenträger nicht unbefugt, gelesen, kopiert, verändert oder entfernt werden können, und dass überprüft und festgestellt werden kann, an welche Stellen eine Übermittlung personenbezogner Daten durch Einrichtungen zur Datenübertragung vorgesehen ist (Weitergabekontrolle nach Nr. 4 der Anlage zu § 9 Satz 1 BDSG)
  • zu gewährleisten, dass nachträglich überprüft und festgestellt werden kann, ob und von wem personenbezogene Daten in Datenverarbeitungssysteme eingegeben, verändert oder entfernt worden sind (Eingabekontrolle nach Nr. 5 der Anlage zu § 9 Satz 1 BDSG)
  • zu gewährleisten, dass die zur Benutzung eines Datenverarbeitungssystems Berechtigten ausschließlich auf die ihrer Zugriffsberechtigung unterliegenden Daten zugreifen können und dass personenbezogene Daten bei der Verarbeitung, Nutzung und Speicherung nicht unbefugt gelesen, kopiert, verändert oder entfernt werden können (Zugriffskontrolle nach Nr. 3 der Anlage zu § 9 Satz 1 BDSG). Als wesentliche Maßnahme kommt die Verschlüsselung der Daten in Betracht, deren Entschlüsselung nur dem Absender (also Bewerber) und dem Empfänger (befugte Personen des Arbeitgebers) ermöglicht werden dürfen.

Gleichwohl kann auch eine Verschlüsselung nicht 100%ig gewährleisten, dass die Bewerberdaten nur den befugten Personen zugänglich sind, so dass es ratsam ist, auf Bewerbungen über Internet zu verzichten. Die Verantwortung für die Online-Bewerbung trägt der Arbeitgeber, der Bewerberdaten immer vertraulich zu behandeln hat. Möglicherweise trägt auch der Bewerber eine Mitverantwortung, wenn er sich trotz Kenntnis der ungenügenden Datensicherheit im Internet über diesen Weg bewirbt.

Der Überwachungsstaat


Datenschutz ist kein lästiges Anhängsel, er ist keine überflüssige Bürokratie, er ist Voraussetzung dafür, dass auch in der Informationsgesellschaft das Recht auf informelle Selbstbestimmung durchgesetzt werden kann.
Jörg Tauss (SPD)