Datenschützer spricht von "unglaublicher Schlamperei"

Nach dem Verlust geheimer Daten bei der Bundeswehr wächst die Kritik am Verteidigungsministerium. Der Datenschutzbeauftragte Peter Schaar nannte die Vorgänge "alarmierend" und forderte umgehende Aufklärung. Zugleich äußerten Oppositionspolitiker Zweifel an einer technischen Panne.
Schaar betonte in der "Berliner Zeitung", er habe sich wegen des Datenverlustes bereits an das Verteidigungsministerium gewandt. Die Regierung müsse glaubhaft darstellen, was geschehen sei. Denn zum Datenschutz gehöre auch, dass personenbezogene Daten nicht zufällig oder willkürlich gelöscht werden dürften. Wenn die Berichte über die gelöschten Daten zuträfen, "dann halte ich das für eine unglaubliche Schlamperei." Grünen-Fraktionsvize Christian Ströbele mutmaßte, die Bundeswehr versuche womöglich, "Informationen nicht nach außen zu geben". Auch der Rechtspolitiker der Linksfraktion, Wolfgang Neskovic, betonte, er könne sich "nicht vorstellen, dass so etwas versehentlich passiert ist". Die FDP-Sicherheitsexpertin Birgit Homburger sprach von "Schlamperei". Laut einem Bericht des ARD-Magazins "Report Mainz" war bei der Bundeswehr der gesamte Bestand an Geheimdienstinformationen über Auslandseinsätze aus den Jahren 1999 bis 2003 vernichtet worden. Via: www.bbv-net.de

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