Fälle von Datenmissbrauch und -irrtümern - Datenschutzblog

Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten? Der Staat missbraucht seine Sicherheitsbefugnisse nicht? Die dafür zuständigen Mitarbeiter halten sich strikt an das Gesetz? Überwachung hat für die Betroffenen keine negativen Folgen? Hier eine Liste von Gegenbeispielen, die zeigt, warum die ausufernde Datensammlung und Überwachung niemandem egal sein kann. Via: www.daten-speicherung.de

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Die fiesen Tricks der MySpace-Nachahmer - Datenschutzblog

Mit perfiden Methoden versuchen Neulinge in der Web 2.0-Welt an Mitglieder zu kommen. Sie spähen Mail-Kontakte neuer Mitglieder aus oder erlauben es, Profile über ahnungslose Bekannte anzulegen. So wollen manche Firmen an Privat-Daten kommen, um Werbung zu personalisieren.

Paul ist faul, langweilig und ein Saubär. So steht es auf seiner Seite bei Yahoos neuem sozialen Netzwerk Mash. Nur hat Paul die Angaben nie gemacht, er ist nicht mit einmal Mitglied bei Mash. Er hat nur einen Bekannten, der ihn etwas ärgern wollte. Das macht Mash sehr leicht: Jeder Insider kann mit ein paar Klicks Profile für jedermann einrichten. Man kann sich austoben, muss aber eine E-Mail-Adresse des so Dargestellten angeben.

Der so zwangsrekrutierte Kontakt bekommt eine E-Mail von Mash: Jemand habe ein Profil eingerichtet, man solle es doch mal prüfen. Und dann der ironische Schlusskommentar: "Es ist gut, geliebt zu werden!" Natürlich wird da jeder neugierig, was Bekannte über einen geschrieben haben. Und wer dann ein Profil wie das von Paul entdeckt, wird sofort an der Klarstellung arbeiten - und so den Traffic bei Yahoos neuem soziales Netzwerk befeuern.

Klicks dank Fummeleien an Profilen anderer - dass das der Plan ist, beschreibt Chefentwickler Will Aldrich im Begrüßungseintrag des Mash-Blogs. Das Angebot unterscheide sich von anderen dadurch, dass man Profile für andere anlegen, sie sogar nachträglich verändern könne - eine Freigabe vorausgesetzt. Diese neue Vermarktungsstrategie von Yahoo Mash ist deutlich aggressiver als die bisheriger Angebote des Konzerns - eine Folge des immer härter werdenden Kampfs um Aufmerksamkeit und Marktanteile im Mitmachnetz. Via: gmx.de

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Größte Demonstration für Demokratie und Bürgerrechte seit 20 Jahren - Datenschutzblog

Pressemitteilung des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung vom 25.09.2007:

"Wenn 15.000 Menschen für mehr Demokratie und weniger Sicherheitswahn protestieren, ist dies ein Riesenerfolg", so Ricardo Cristof Remmert-Fontes vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung über die Demonstration am 22.09.2007, die unter dem Motto "Freiheit statt Angst" stattfand. Wie die Polizei bestätigte, hatten sich mehr als 15.000 Menschen in Berlin versammelt, um sich gegen die stetige Aushöhlung der Bürgerrechte und des Datenschutzes auszusprechen. Via: www.vorratsdatenspeicherung.de

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Datenschutz bei Online-Bewerbungen - Bewerbungen ueber das Internet

Online-Bewerbungsbögen sind ohne Datensicherheitsmaßnahmen nicht geschützt und können insoweit mit dem nötigen Know-how weltweit eingesehen und vielfältig ausgewertet werden, ohne dass die Betroffenen davon Kenntnis erhalten.

Daher hat die speichernde bzw. verantwortliche Stelle, also der potentielle Arbeitgeber, dafür zu sorgen, dass die Anforderungen des § 9 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) erfüllt werden. Insbesondere sind folgende Maßnahmen zu treffen, die geeignet sind

  • zu gewährleisten, dass personenbezogene Daten bei der elektronischen Übertragung oder während ihres Transports oder ihrer Speicherung auf Datenträger nicht unbefugt, gelesen, kopiert, verändert oder entfernt werden können, und dass überprüft und festgestellt werden kann, an welche Stellen eine Übermittlung personenbezogner Daten durch Einrichtungen zur Datenübertragung vorgesehen ist (Weitergabekontrolle nach Nr. 4 der Anlage zu § 9 Satz 1 BDSG)
  • zu gewährleisten, dass nachträglich überprüft und festgestellt werden kann, ob und von wem personenbezogene Daten in Datenverarbeitungssysteme eingegeben, verändert oder entfernt worden sind (Eingabekontrolle nach Nr. 5 der Anlage zu § 9 Satz 1 BDSG)
  • zu gewährleisten, dass die zur Benutzung eines Datenverarbeitungssystems Berechtigten ausschließlich auf die ihrer Zugriffsberechtigung unterliegenden Daten zugreifen können und dass personenbezogene Daten bei der Verarbeitung, Nutzung und Speicherung nicht unbefugt gelesen, kopiert, verändert oder entfernt werden können (Zugriffskontrolle nach Nr. 3 der Anlage zu § 9 Satz 1 BDSG). Als wesentliche Maßnahme kommt die Verschlüsselung der Daten in Betracht, deren Entschlüsselung nur dem Absender (also Bewerber) und dem Empfänger (befugte Personen des Arbeitgebers) ermöglicht werden dürfen.

Gleichwohl kann auch eine Verschlüsselung nicht 100%ig gewährleisten, dass die Bewerberdaten nur den befugten Personen zugänglich sind, so dass es ratsam ist, auf Bewerbungen über Internet zu verzichten. Die Verantwortung für die Online-Bewerbung trägt der Arbeitgeber, der Bewerberdaten immer vertraulich zu behandeln hat. Möglicherweise trägt auch der Bewerber eine Mitverantwortung, wenn er sich trotz Kenntnis der ungenügenden Datensicherheit im Internet über diesen Weg bewirbt.

Der Überwachungsstaat


Datenschutz ist kein lästiges Anhängsel, er ist keine überflüssige Bürokratie, er ist Voraussetzung dafür, dass auch in der Informationsgesellschaft das Recht auf informelle Selbstbestimmung durchgesetzt werden kann.
Jörg Tauss (SPD)

Wie Unternehmen Sie ausspähen

Das Web ist längst verwanzt. Mit teilweise erschreckend einfachen Mitteln beobachten und verfolgen Firmen jeden Klick im Netz - und sammeln dabei wertvolle Daten, um ihre Produkte noch besser verkaufen zu können.

Von Matthias Kremp

Fernglasspanner
Kundendaten sind für viele Firmen sehr wertvolle Informationen.
© Archiv

Nicht nur, auch Unternehmen versuchen, immer mehr über ihre Kunden und solche, die es werden sollen, zu erfahren. Gesetzesänderungen oder Abstimmungen müssen die professionellen Datenschnüffler freilich nicht abwarten.

Sie sammeln einfach eifrig Material darüber, wann man sich welche Webseiten mit welchem Computer angesehen hat, woher man kam und woran man besonderes Interesse hatte. Diese Daten sind nicht nur für Marktforscher und Marketing-Experten, sondern auch für E-Mail-Spammer Gold wert. Denn die können sie nutzen, um ihre Werbung - oder gezielte Spam-Aktionen - besser vorzubereiten und durchzuführen. Die Werkzeuge der Datenschnüffler sind dabei längst bekannt und weit verbreitet. Via: www.gmx.de

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Datenschützer spricht von "unglaublicher Schlamperei"

Nach dem Verlust geheimer Daten bei der Bundeswehr wächst die Kritik am Verteidigungsministerium. Der Datenschutzbeauftragte Peter Schaar nannte die Vorgänge "alarmierend" und forderte umgehende Aufklärung. Zugleich äußerten Oppositionspolitiker Zweifel an einer technischen Panne.
Schaar betonte in der "Berliner Zeitung", er habe sich wegen des Datenverlustes bereits an das Verteidigungsministerium gewandt. Die Regierung müsse glaubhaft darstellen, was geschehen sei. Denn zum Datenschutz gehöre auch, dass personenbezogene Daten nicht zufällig oder willkürlich gelöscht werden dürften. Wenn die Berichte über die gelöschten Daten zuträfen, "dann halte ich das für eine unglaubliche Schlamperei." Grünen-Fraktionsvize Christian Ströbele mutmaßte, die Bundeswehr versuche womöglich, "Informationen nicht nach außen zu geben". Auch der Rechtspolitiker der Linksfraktion, Wolfgang Neskovic, betonte, er könne sich "nicht vorstellen, dass so etwas versehentlich passiert ist". Die FDP-Sicherheitsexpertin Birgit Homburger sprach von "Schlamperei". Laut einem Bericht des ARD-Magazins "Report Mainz" war bei der Bundeswehr der gesamte Bestand an Geheimdienstinformationen über Auslandseinsätze aus den Jahren 1999 bis 2003 vernichtet worden. Via: www.bbv-net.de

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Sturm im Datenglas

Google geht in die Offensive: Aus Protest gegen die geplante Datenvorratsspeicherung überlegt das Unternehmen, seine deutsche E-Mail-Plattform einzustellen. Leider hat man das Gesetz etwas missverstanden.
Von Johannes Kuhn

Google macht gegen die Vorratsdatenspeicherung mobil. Im Mittelpunkt der Kritik: Eine Gesetzesinitiative der Bundesregierung, nach der nicht nur Internet-Provider, sondern auch E-Mail-Anbieter Kundendaten so speichern müssen, dass die Benutzer identifizierbar sind.

Die Pläne seien ein "schwerwiegender Schlag gegen die Privatsphäre", erklärte der Google-Datenschutzbeauftragte Peter Fleischer gegenüber der Wirtschaftswoche und drohte: "Im Notfall schalten wir Google Mail in Deutschland wieder ab."

Das Anbieten von anonymen E-Mail-Konten gehöre zur Firmenpolitik Googles, weil sich die Kunden so gegen Spam und beim Veröffentlichen ihrer Meinung vor staatlichen Repressionen schützen könnten. Auch wenn ein Google-Sprecher inzwischen relativierte und gegenüber sueddeutsche.de erklärte, dass das Unternehmen alle Optionen prüfen werde und kein deutscher Googlemail-Benutzer fürchten müsse, "dass wir plötzlich den Service einstellen": Dass das Unternehmen plötzlich als Datenschutz-Lobbyist agiert, ist neu.

Tatsächlich gab es Ende vergangenen Jahres einen Referentenentwurf aus dem Justizministerium zur Neufassung des Telekommunikationsgesetzes (TKG): Diesem zufolge hätten die Anbieter von E-Mail-Konten Kundendaten erheben müssen, die ihre Nutzer eindeutig identifizieren. Via: www.sueddeutsche.de

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Scharfe Kritik an mangelhaftem Datenschutz bei Google

Google sieht keine Verfehlungen

In einem Bericht der Datenschützergruppe Privacy International wird das Datensammeln von Google scharf kritisiert. Als einziges aufgeführtes Unternehmen wurde das Verhalten von Google als "datenschutzfeindlich" eingestuft. Google selbst sieht keine Verfehlungen und erklärt alles damit, dass darüber bessere Funktionen für Google-Nutzer bereitstehen würden.

In einem als PDF-Dokument verfügbaren Bericht führt Privacy International auf, welche Firmen die Datenschutzbestimmungen einhalten. Besonders schlecht schneidet hier der Suchmaschinengigant Goolge ab, dem schwere Verfehlungen im Rahmen seiner Datenschutzvorkehrungen vorgeworfen werden. Als einziges Unternehmen in der Übersicht wurde Google als "datenschutzfeindlich" bezeichnet.

Die Datenschützer kritisieren vor allem, dass der Nutzer keinen Überblick erhält, was mit den von Google gesammelten Daten geschieht. Außerdem gibt es keine Option, gesammelte Daten gezielt zu löschen und der Konzern gibt keine Auskünfte darüber, wie lange die gespeicherten Daten behalten werden. Dem Suchmaschinengigant wird schon seit Jahren vorgeworfen, dass sich der Konzern immer stärker zu einer "Datenkrake" entwickelt, die vor allem darauf aus ist, Nutzerdaten zu sammeln, um damit Geld zu verdienen. Via: www.golem.de

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